Anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums veranstaltete das Gymnasium Lilienthal vom 22. bis 26. Juni eine abwechslungsreiche Projektwoche. Schülerinnen und Schüler konnten aus zahlreichen Projekten wählen und sich eine Woche lang intensiv mit einem Thema beschäftigen. Der TV Lilienthal beteiligte sich gemeinsam mit drei Sportlehrkräften des Gymnasiums mit dem Projekt „Besondere Sportarten in Lilienthal“.
Ziel des Projektes war es, den über 30 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die große sportliche Vielfalt des TV Lilienthal näherzubringen. Statt der klassischen Schulsportarten standen fünf Sportarten auf dem Programm, die viele der Teilnehmenden zuvor zum Teil noch nie ausprobiert hatten: Kanusport, Floorball, Einradsport, Leichtathletik und Taekwondo. An jedem Tag wurde eine andere Abteilung unseres Vereins vorgestellt. Dabei ging es nicht nur darum, die jeweiligen Sportarten kennenzulernen, sondern auch selbst aktiv zu werden, Neues auszuprobieren und vor allem gemeinsam Spaß an Bewegung zu haben.
Montag: Kanusport auf der Wörpe
Der Startschuss fiel am Montagmorgen um 8:30 Uhr auf unserem Kanugelände am Mehlandsdeich. Nach einer kurzen Begrüßung, einer Kennenlernrunde und verschiedenen Bewegungsspielen zum Aufwärmen ging es direkt aufs Wasser.
Zunächst lernten die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Bootstypen kennen. Neben Kajaks konnten auch Canadier und Stand-Up-Paddle-Boards (SUP) ausprobiert werden. Nach einer Einweisung in den sicheren Umgang mit den Booten machten sich die Gruppen auf den Weg aufs Wasser. Vor unserem Bootshaus hatten wir zusätzlich eine kleine Slalomstrecke aufgebaut, auf der die Teilnehmenden ihr Geschick und ihre Koordination unter Beweis stellen konnten.
Für viele war es das erste Mal überhaupt in einem Kanu oder auf einem SUP. Umso schöner war es zu sehen, wie schnell die Schülerinnen und Schüler Sicherheit gewannen und mit viel Freude die verschiedenen Boote ausprobierten. Bei bestem Sommerwetter verging der Vormittag wie im Flug und der erste Projekttag fand am Mittag einen gelungenen Abschluss.
Dienstag: Teamgeist beim Floorball
Am Dienstag stand mit Floorball eine der schnellsten Hallensportarten der Welt auf dem Programm. In der Ballsporthalle begann der Vormittag erneut mit verschiedenen Bewegungsspielen, um die Gruppe in Schwung zu bringen und optimal auf das Training vorzubereiten.
Anschließend wurden zunächst die Grundlagen vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler lernten den richtigen Umgang mit Schläger und Ball, übten das Stickhandling sowie verschiedene Pass- und Schusstechniken. Schnell waren deutliche Fortschritte zu erkennen, sodass schon nach kurzer Zeit die ersten Spielformen durchgeführt werden konnten.
Zum Abschluss des Vormittags wurde in mehreren Teams gespielt. Dabei standen nicht nur Tore und Siege im Vordergrund, sondern vor allem Fairness, Teamarbeit und der Spaß am gemeinsamen Sport. Die Begeisterung war den Teilnehmenden deutlich anzumerken.
Mittwoch: Erste Erfolge auf dem Einrad
Am Mittwoch übernahmen unsere Übungsleiterinnen und Übungsleiter aus der Einradabteilung das Programm. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen ging es an die ersten Fahrversuche auf dem Einrad. Mithilfe von Kastenreihen konnten sich die Schülerinnen und Schüler langsam an das neue Sportgerät herantasten.
Obwohl das Einradfahren anfangs für viele eine echte Herausforderung war, stellten sich bereits nach kurzer Zeit erste Erfolgserlebnisse ein. Mit viel Geduld, gegenseitiger Unterstützung und hilfreichen Tipps unserer Trainerinnen und Trainer machten die Teilnehmenden große Fortschritte. Einige schafften es bereits nach wenigen Stunden, mit Unterstützung eines Einkaufswagens sicher durch die Schoofmoorhalle zu fahren.
Zum Abschluss des Tages wurden die Einräder zur Seite gestellt und Hockey gespielt. So konnten die Schülerinnen und Schüler bereits einen kleinen Eindruck davon gewinnen, wie vielseitig der Einradsport ist. Vielleicht hat dieser Vormittag ja bei dem einen oder der anderen das Interesse am Einradhockey geweckt.
Donnerstag: Vielseitigkeit in der Leichtathletik
Der Donnerstag führte die Projektgruppe bei sommerlich hohen Temperaturen ins Schoofmoorstadion. Nach dem Aufwärmen mit „Eckenrechnen“ und weiteren Bewegungsspielen wartete ein abwechslungsreicher Stationsbetrieb auf die Schülerinnen und Schüler.
Den ganzen Vormittag konnten zahlreiche Disziplinen der Leichtathletik ausprobiert werden. Dazu gehörten Übungen mit der Koordinationsleiter, Sprint- und Staffeltraining, Weitsprung, Weit- und Speerwurf sowie Kugelstoßen. Die Teilnehmenden erhielten dabei einen Einblick in die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Disziplinen und konnten ihre eigenen Fähigkeiten testen.
Trotz der sommerlichen Temperaturen waren alle mit großem Einsatz und viel Begeisterung dabei.
Freitag: Spektakulärer Abschluss mit Taekwondo
Den Abschluss der Projektwoche gestaltete unsere Taekwondo-Abteilung. Nach einem gemeinsamen Aufwärmen mit Softfußball und weiteren Bewegungsspielen erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst einen Einblick in die Grundlagen des Taekwondo.
Unsere Übungsleiterinnen und Übungsleiter stellten verschiedene Grundtechniken, Tritte sowie einfache Elemente der Selbstverteidigung vor. Die Teilnehmenden konnten viele Übungen selbst ausprobieren und erfuhren dabei, dass Taekwondo nicht nur Kraft und Schnelligkeit erfordert, sondern auch Konzentration, Disziplin und Respekt.
Ein besonderes Highlight bildete zum Abschluss die Vorführung eines Showkampfes sowie einer Partnerdemonstration. Die beeindruckenden Techniken sorgten bei allen Beteiligten für großen Applaus und bildeten einen gelungenen Schlusspunkt einer abwechslungsreichen Sportwoche.
Ein herzliches Dankeschön
Eine solche Projektwoche wäre ohne das Engagement vieler Ehrenamtlicher nicht möglich gewesen. Deshalb möchten wir uns ganz herzlich bei allen Übungsleiterinnen, Übungsleitern und Helferinnen und Helfern bedanken, die mit viel Zeit, Motivation und Begeisterung zum Gelingen beigetragen haben:
Tobias Melde, Maya Hartmann, Hannah Fladung, Malte Voelkel, Svea Hammerström, Colin Winkley, Lilly Speichert, Steffen Speichert, Till Kraushaar und Tim Nölle.
Ein ebenso großer Dank gilt den Sportlehrkräften sowie dem Gymnasium Lilienthal für die hervorragende Zusammenarbeit. Es hat uns sehr gefreut, den Schülerinnen und Schülern die Vielfalt unseres Vereins näherbringen zu dürfen und ihnen zu zeigen, wie abwechslungsreich Sport in Lilienthal sein kann.
Vielleicht konnten wir bei dem einen oder der anderen sogar das Interesse für eine neue Sportart wecken. Wir würden uns jedenfalls freuen, viele der Teilnehmenden schon bald beim Schnuppern in einer unserer Abteilungen wiederzusehen.
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