Zweite Trainingszeit nun im Schoofmoor

Der Artikel ist für den Lilienthaler geschrieben worden:

Die noch junge Sportart „Le Parkour“ befindet sich seit vier Jahren im Sportangebot des Turnverein Lilienthal.

Neben einem Termin am Samstag nachmittag in der Sporthalle am Konventshof findet neuerdings mittwochs ein weiteres Training von 20-22 Uhr in einem Drittel der Schoofmoorsporthalle statt und ersetzt die Trainigszeit, die bis dato donnerstags Abends in Trupermoor stattfand.

Eine Besonderheit an dieser Sportart ist, dass der Ausübende, Traceur genannt, außer seinem eigenen Körper keine anderen Hilfsmittel benötigt. Vor einigen Jahren wurde Parkour ausschließlich im Freien trainiert, aber seitdem der Sport bekannter und auch für die jüngste Generation interessant wurde, gibt es immer mehr Trainingsangebote in Sporthallen. Dort können verschiedenste Hindernisse aufgebaut werden, die für die jüngeren Teilnehmer mit Matten gesichert werden können. Im Vordergrund des Trainings steht zunächst, den eigenen Körper kennen und einschätzen zu lernen. Gerade in Zeiten, in denen Medien wie der Computer, diverse Spielkonsolen und der Fernseher unseren Alltag bestimmen und körperliche Betätigung in den Hintergrund gerät, muss ein Ausgleich, der motorische Fähigkeiten fördert, geschaffen werden. Wie weit und wie hoch kann ich springen? Kann ich eine Mauer überwinden oder in großer Höhe balancieren?

Diese Fragen und noch viele weitere können die Traceure sich selbst im Training nach und nach beantworten. Dabei stoßen die Teilnehmer nicht nur an ihre körperlichen, sondern genauso oft an ihre psychischen Grenzen. Mit dem passenden Training lassen sich diese Grenzen ausbauen und damit die sportlichen Fähigkeiten erweitern. Das Kennen und Erkennen der eigenen körperlichen Möglichkeiten und das Wissen, diese selbst beeinflussen zu können, gibt eine Menge Mut und Selbstvertrauen, das sich wie selbstverständlich auf das gesamte Leben übertragen lässt. Parkour ist demzufolge nicht „nur“ ein Sport sondern eine Lebenseinstellung.

Die Meinung unter den aktuellen Teilnehmern ist eindeutig:

Der Ortswechsel bringt nur Positives mit sich. Laut Jakob Schade (16) lassen sich durch die doppelte Anzahl von Kästen und anderen Materialien ganz neue Hindernisse und richtige Parkoure aufbauen. Noah Meyer (14) und Luca Menger (17) schwärmten von der tollen Tribüne, die sich sehr gut in das laufende Training integrieren lässt. Hierbei laufen einige Traceure scheinbar mit Leichtigkeit die Wand hinauf, während für andere diese Tribüne eine wahre Herausforderung darstellt. Für Trainer Finn Fasse (21) stehen noch andere Qualitäten im Vordergrund, so ist die Halle sehr zentral gelegen und für viele sehr gut erreichbar. Für die Zukunft ist er sich sicher, dass dadurch neue Teilnehmer in das Parkour-Training einsteigen werden.

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