Mädchen Handballcamp an der Ostseeküste

Müde aber glücklich, so kehrten am Sonntagnachmittag 33 Handballmädchen mit ihren acht Betreuer/innen aus einem Mädchen Handballcamp in Scharbeutz zurück.

Am Freitag machte sich die Gruppe um 15.00 Uhr auf den Weg an die Ostseeküste. Weil es auf der Autobahn einen Stau gab, kurvte uns Tim der Busfahrer einmal quer durch Hamburg und brachte uns sicher ans Ziel.

Angekommen in der Jugendherberge wurde erst einmal lecker Abendbrot gegessen um dann anschließend die Zimmer einzuteilen. Ein grober Plan war gestrickt doch leichte Veränderungen wurden von den Mädels in Eigenregie vorgenommen. So wurden einfach zwei Matratzen genommen und aus einem Fünfbettzimmer wurde ein Siebenbettzimmer. Die Mädels fanden es toll und Rückenprobleme gibt es ja in dem Alter bekanntlich noch nicht. Nachdem alle Proviantschränke eingeräumt waren und die Klamotten halbwegs hingen, ging es ab in die Sporthalle. Was wurde gespielt? Natürlich Handball was sonst! Zum Abschluss noch ne Runde Völkerball und dann neigte sich der Tag auch schon dem Ende zu. Das dachten wir aber wir hatten die Rechnung ohne die Mädels gemacht! Einige waren so erschöpft von der Fahrt, dass sie gleich einschliefen. Andere Mädchen aber nicht und so legten sich die letzten Damen erst um 4.30 Uhr ins Bett. Namen werden hier aus datenschutzrechtlichen Dingen aber nicht genannt! Die Eltern könnten ja mitlesen.

Der zweite Tag begann um 7.45 Uhr mit dem Frühstück für einige Mädels natürlich viel zu früh. Macht nichts, da mussten sie jetzt durch. Wiederum ging es, in die an der Jugendherberge direkt angrenzende Sporthalle. Nach einem leichten Aufwärmprogramm mussten die Mädchen ein paar koordinative Aufgaben lösen. Einige fanden es langweilig, es war ja kein Ball im Spiel, andere fanden es toll und hatten ihren Spaß. Aber so ist es nun einmal auf einer Jugendfahrt wo die Interessen schon einmal auseinander liegen können. Nachdem das Mittagessen eingenommen wurde machte sich die Gruppe auf in die Ostseetherme. Nach fünf Kilometern endlich angekommen wurden erst einmal die Wasserrutschen ausprobiert. Im Schwimmbad hatten alle Mädchen sehr viel Spaß und die Betreuer konnten sich durch Wasserdruckmassagen von der vergangenen Nacht erst einmal erholen. Wenn da nicht immer wieder diese kleinen Haie gewesen wären, die bei einem immer wieder an den Füßen knabberten. Nach zwei Stunden im Schwimmbad verbrachten wir Betreuer eine gefühlte Stunde vor dem Schmink -und Föhnspiegel. Die Haare mussten schließlich sitzen! Den Lütten dauerte dieses viel zu lange und so wurde auf einer Bank erst einmal ein kleines Nickerchen gemacht. Nach noch einmal fünf Kilometern Rückmarsch und einem leckeren Abendbrot ging es noch einmal in die Sporthalle. Wir mussten die Mädels ja schließlich mundtot machen und so spielten wir noch einmal zwei Stunden Brennball. Die Mädels fielen nur so in die Betten und auch wir Betreuer hatten eine ruhige Nacht.

Der dritte und letzte Tag sollte dann alles noch einmal toppen. Eigentlich war es so geplant, dass der Bus uns nach dem Frühstück in der Jugendherberge abholt, wir unser Gepäck einladen und dann zum Sealife Aquarium fahren. Doch leider kam alles anders! Der Busfahrer rief an und teilte uns mit, dass er sich um eine Stunde verspäten würde. Karten für das Sealife hatten wir jedoch vorher bereits bestellt und der Aufenthalt war wegen unserer großen Gruppe zeitlich begrenzt. Damit wir den Zeitplan halbwegs einhalten konnten , entschieden wir uns gegen den Willen der Kinder die Strecke noch einmal zu Fuß zu gehen. Begeisterung kam auf, denn der Fußmarsch vom Vortag steckte nicht nur den Kindern in den Knochen. Nach zwei Kilometern fing es dann auch noch aus Kübeln an zu Schütten. Der Lilienthaler Regen war in Scharbeutz angekommen. Aber das war lange noch nicht alles! Die Strandpromenade war wegen einer Marathonveranstaltung abgesperrt und so mussten wir auf dem Strand die letzten fünf Kilometer zurücklegen. Hier musste noch ein ,,reißender Bach“ überquert werden und es gab den einen oder anderen nassen Fuß. Das Sealife Aquarium hielt dann leider nicht was es verspricht und nach einer Stunde Aufenthalt hatten viele Mädchen keine Lust mehr. Vielleicht lag es aber auch nur an unserem Gewaltmarsch, denn nach einer Portion Pommes schien alles wieder zu stimmen. Erstaunlich was eine Portion Pommes so alles bewirken kann! Nachdem wir eine kleine Planänderung vorgenommen hatten holte uns der Bus im Sealife ab und fuhr mit uns zurück zur Jugendherberge. Kurz die Koffer eingeladen und dann ab Richtung Heimat.

Gefühlt hat unser Handballcamp allen Teilnehmerinnen super gut gefallen. Das Miteinander wurde gefördert und es war für uns Betreuer schön anzusehen wie sich die Großen um die Kleinen kümmerten. Alles in Allem eine richtig schöne Fahrt, die nach Wiederholung schreit!

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